Alle in diesem Buch geschilderten Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären zufällig und nicht beabsichtigt.

Kristina und Michael ...................................................................... 4

August, in einem Badesee schwimmen Kristina und Michael. Später stürmen sie auf ihre Decke und lesen sich abwechselnd aus ihren mitgebrachten Lieblingsbüchern vor. Der 14-jährige Michael steht auf, greift sich etwas Kleingeld und geht ein Glas rote Limonade und eine Bockwurst holen. Beides teilt er sich mit seiner gleichaltrigen Klassenkameradin in vertrauter Selbstverständlichkeit. Als es dunkel wird, radeln sie zurück in die Stadt. An einer Stelle ihres Weges wird der Feldweg vom dichten Blätterdach einer vielhundertjährigen Eiche und einer ebenso alten Linde überspannt. Übermütig grüßen sie die beiden mächtigen Stämme. Sie kennen die Geschichte von Philemon und Baucis, die einer nicht ohne den anderen leben wollten. Von Zeus und Hermes belohnt, nach ihrem gleichzeitigen Tod, zum Zeichen für die Kraft menschlicher Liebe, als Eiche und Linde die Zeiten überdauern.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin September/Oktober 2018

August, in einem Badesee schwimmen Kristina und Michael. Später stürmen sie auf ihre Decke und lesen sich abwechselnd aus ihren mitgebrachten Lieblingsbüchern vor. Der 14-jährige Michael steht auf, greift sich etwas Kleingeld und geht ein Glas rote Limonade und eine Bockwurst holen. Beides teilt er sich mit seiner gleichaltrigen Klassenkameradin in vertrauter Selbstverständlichkeit. Als es dunkel wird, radeln sie zurück in die Stadt. An einer Stelle ihres Weges wird der Feldweg vom dichten Blätterdach einer vielhundertjährigen Eiche und einer ebenso alten Linde überspannt. Übermütig grüßen sie die beiden mächtigen Stämme. Sie kennen die Geschichte von Philemon und Baucis, die einer nicht ohne den anderen leben wollten. Von Zeus und Hermes belohnt, nach ihrem gleichzeitigen Tod, zum Zeichen für die Kraft menschlicher Liebe, als Eiche und Linde die Zeiten überdauern.

Zwei Reiter kamen auf den Gutshof. Sie lenkten, als wären sie vertraut mit der Umgebung, ihre Pferde zum Stall. Einer von ihnen, gut gewachsen, in Reiterstiefeln und Mantel, kam, Hut schwenkend und rufend, nach wenigen Augenblicken über die Brücke, die den ehemaligen Burggraben überquerte, zur Gesellschaft gestürmt, die sich bereits zum Empfang erhoben hatte. Minna und Dora liefen jubelnd dem Ankömmling entgegen, fielen ihm um den Hals. Es war die Freude, endlich vereint zu sein.

Christian Körner, kein anderer war es, schwenkte die jungen Frauen, die eine links, die andere rechts und rief dabei, voller Ungeduld: »Wo ist mein Schiller?«

»Komm!«, rief Minna, »er sitzt mit uns an der Kaffeetafel und wartet, wie wir, auf dein Eintreffen.«

Den Hausherren begrüßte Körner, wie es die Regel verlangte. Doch dabei war schon im: »Zum Gruß, Freund Gottlieb« die Ungeduld zu spüren, die ihn mit großen Schritten trieb, seinen Freund Schiller endlich in die Arme zu schließen, was der Gottlob Ernesti mit einem verständnisvollen Lächeln quittierte.

Auszug aus einem Brief Johannes an seinen Freund Martin Luther

[…] Zurück zu meinen Schäfchen im Urwald.

Wie Kinder sind sie, hören die Predigt, nehmen das Abendmahl und ziehen in den Wald, um einen ihrer Feinde zu verspeisen. Einmal kamen zwei bewaffnete Indianer mit einem Kanu ins Dorf. In unserer Mission wollten sie ein christliches Leben, was sie uns mit treuen Augen versicherten, führen. Sie fanden schnell Unterkunft und Aufnahme in unserer Gemeinschaft. Bald trugen sie Kreuze an ihrem Hals, legten einen Lendenschurz um und halfen der Gemeinschaft. Eines Tages machte mich ein Späher darauf aufmerksam, dass die beiden ab und an flussaufwärts verschwanden, um danach mit einem Kanu voller Fische zurückzukehren. Was sie taten? Nun, sie aßen gemeinsam zwei kriegsgefangene Indianer. Daraufhin angesprochen, sahen sie mich treuherzig an und versprachen, diesen entsetzlichen Brauch abzulegen.

Am Himmel leuchteten die Sterne. Heute strahlten sie nicht nur, heute füllten sie den Raum mit einer sphärischen Musik, die zu hören nicht jedem gegeben ist. Eingehüllt im samtenen Dunkel liefen die Liebenden durch Felder und Brachen. Johannes hielt Magdalena an der Hand. An den Stellen, an denen sich ihre Haut berührte, vereinten sich die Wellen des Glücks, die beide durchströmten. Immer wieder verhielten sie ihre Schritte, drehten sich zueinander und ihre Lippen fanden sich zum heißen Kuss.

So näherten sie sich langsam dem Schober, der zum Bauerngut gehörte. Geheimnisvoll stand der solide Holzbau im Licht der Nacht, das ihn in ein Schloss verwandelte. Das Tor stand offen und der Mond wies eine Bahn hinein in die Säle. Die Liebe führte die beiden über den silbernen Teppich des Mondes weit hinein in das himmlische Schloss. Nur einmal fragte Johannes: »Sollten wir nicht in unsere Kammern zurückkehren?«

Als Antwort verschloss Magdalena ihm den Mund, umschlang ihn wortlos und drängte ihren Körper an den seinen. »Nicht doch, nicht doch«, flüsterte sie. »Diese Stunde ist die Stunde der Liebe. Sie ist eine Macht, der der Mensch nichts entgegensetzen kann.«

Abschied von der Wartburg 

Jetzt war der März gekommen, die ersten Schneeglöckchen zierten die Wiesen. Zeit, mein Versprechen, die Wartburg zu verlassen, einzulösen. Morgen früh würden wir beide, Johannes und ich, den Weg in die unruhige Heimat antreten. Ein Lächeln glitt über mein Gesicht und ich hörte meinen Johannes sagen: „Bereits damals, auf dem Hof des Leipziger Buchdruckers, als ich dich das erste Mal sah, in der schwarzen Kutte, die fast nur Haut und Knochen bedeckte und deine Stimme hörte, fühlte ich, mehr noch als ich es wusste: Der dasteht, spricht für den Vater im Himmel, dem er vertraut und er wird nicht wanken und weichen den falschen Propheten, die Gott sagen, aber nur sich selber meinen, den Kampf anzusagen.“

Ich fühlte mich gemustert, lächelte wie ich mich jetzt sah, als Junker, dem die Kleidung sichtbar straff auf dem Leib saß und hörte die Stimme meines Freundes: „Martinus, die Pferdemedizin hat dir sichtlich gutgetan!“

Ich hatte geantwortet: „Das hat sie, Johannes, und deshalb wird, uns nachfolgend, ein ganzes Fässchen dieser „Pferdemedizin“ nach Wittenberg folgen. Dort wollen wir sie verfeinern und im ganzen Land verbreiten.“

Luther, ein Mönch gegen Papst und Kaiser

6,99 €

Johannes Mönch und Rebell - Broschiertes Buch

14,99 €

Johannes Mönch und Rebell - eBook

3,49 €

Von Anfang an - Vier Geschichten über die Liebe

13,90 €

Michael Potkownik
Lobstädter Straße 34
04552 Borna
Telefon: 03433-200437
E-Mail: michaelpotkownik@web.de

Tourist-Info Borna
Markt 2
04552 Borna
Telefon: 03433-873195

"Die Buchhandlung"
Mühlgasse 5
04552 Borna
Telefon: 03433-2094350

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok